Für eine Anlage mit 95 Langzeit- und Wohnmobil-Stellplätzen entwickelte und realisierte Huber Solution GmbH eine integrierte Lösung für Stromversorgung, digitale Bezahlung, Verbrauchsüberwachung und automatische Freischaltung.
Die Gäste wählen ihren Stellplatz direkt über ein Touchpanel, bezahlen den gewünschten Betrag bequem per TWINT und erhalten anschliessend automatisch Zugang zum Stromanschluss. Verbrauch, Restguthaben und voraussichtliche Nutzungsdauer werden laufend angezeigt.
Für den Betreiber reduziert die Lösung den manuellen Aufwand erheblich. Zahlungen, Freischaltungen, Verbrauchswerte, Warnungen und Abrechnungsdaten werden zentral verarbeitet und nachvollziehbar dokumentiert.
| Bereich | Projektinformation |
|---|---|
| Anwendung | Digitale Stromversorgung und Abrechnung für Stellplätze |
| Umfang | 95 einzeln steuerbare Stromanschlüsse |
| Einsatzbereich | Langzeit- und Wohnmobil-Stellplätze |
| Bedienung | Touchoptimierte HTML5-Weboberfläche |
| Bezahlung | TWINT-Integration |
| Freischaltung | Automatisch nach erfolgreicher Zahlung |
| Verbrauchserfassung | Laufende Messung und Guthabenberechnung |
| Steuerung | KNX-Aktoren und IP-basierte KNX-Anbindung |
| Datenhaltung | SQL-Datenbank |
| Technologien | PHP, Python, JavaScript, HTML5 und XKNX |
| Elektroinstallation | Neun neue Elektroverteilungen und Umbau von zwei Hauptverteilungen |
| Reporting | Buchungsjournal, Statusberichte, Quittungen und E-Mail-Meldungen |
| Ziel | Vollautomatischer Betrieb mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand |
Die Lösung verbindet Elektrotechnik, KNX, Netzwerktechnik, Softwareentwicklung, Zahlungsabwicklung und Datenverarbeitung zu einem zentralen Gesamtsystem.
Bei einer Anlage mit 95 Stellplätzen verursacht eine manuelle Freischaltung und Abrechnung der Stromanschlüsse einen erheblichen administrativen Aufwand.
Jeder Stellplatz muss eindeutig zugeordnet, aktiviert und überwacht werden. Gleichzeitig müssen Zahlungen nachvollziehbar erfasst und die Anschlüsse nach Verbrauch des gekauften Guthabens wieder zuverlässig ausgeschaltet werden.
Eine rein manuelle Lösung hätte regelmässige Kontrollen, separate Zählerablesungen und wiederkehrende Eingriffe durch den Betreiber erfordert. Zudem sollte die Stromnutzung für die Gäste möglichst einfach, transparent und bargeldlos funktionieren.
Gesucht war deshalb eine Lösung, welche die elektrische Infrastruktur direkt mit einer digitalen Bedien- und Abrechnungsplattform verbindet.
Ziel des Projekts war die Entwicklung einer zuverlässigen und einfach bedienbaren Gesamtlösung für alle 95 Stellplätze.
Das neue System sollte:
Die Bedienung sollte auch für Gäste ohne technische Kenntnisse verständlich sein und den Betrieb ohne dauernde manuelle Unterstützung ermöglichen.
Es wurde eine individuelle Softwarelösung, welche die Benutzeroberfläche, die TWINT-Zahlung, die Datenbank und die elektrische Freischaltung miteinander verbindet.
Der Gast gibt am Touchpanel zuerst seine Stellplatznummer ein. Anschliessend zeigt das System die relevanten Informationen zum ausgewählten Platz an. Nach Eingabe des gewünschten Guthabens wird der Bezahlvorgang per TWINT gestartet.
Sobald die Zahlung erfolgreich bestätigt wurde, ordnet das System die Transaktion dem ausgewählten Stellplatz zu und aktiviert automatisch den entsprechenden Stromanschluss.
Während der Nutzung wird der Energieverbrauch laufend erfasst. Das System berechnet daraus das verbleibende Guthaben und erstellt eine Prognose, wie lange der Anschluss bei gleichbleibendem Verbrauch noch genutzt werden kann.
Wird ein definierter Grenzwert erreicht, erhält der Gast eine automatische E-Mail. Sobald das Guthaben vollständig aufgebraucht ist, wird der Stromanschluss zuverlässig deaktiviert.
Die entwickelte Lösung umfasst unter anderem folgende Funktionen:
Die Bedienoberfläche wurde als moderne Webanwendung umgesetzt und für die Nutzung auf einem Touchpanel optimiert.
Klare Eingabemasken führen den Gast Schritt für Schritt durch die Platzwahl, Bezahlung und Aktivierung. Die webbasierte Architektur erleichtert zudem spätere Anpassungen und funktionale Erweiterungen.
Die Zahlung wird direkt aus dem Buchungsprozess heraus gestartet. Nach erfolgreicher Zahlungsbestätigung verarbeitet die Software die Transaktion automatisch und schaltet den ausgewählten Stromanschluss frei.
Dadurch entfällt die manuelle Kontrolle von Zahlungen und Freischaltungen.
Eine zentrale SQL-Datenbank speichert Stellplätze, Buchungen, Zahlungen, Guthabenstände, Verbrauchswerte und relevante Statusinformationen.
Die Daten können dadurch zuverlässig zugeordnet, ausgewertet und in Berichten oder Buchungsjournalen dargestellt werden.
Die einzelnen Stromanschlüsse werden über KNX-Aktoren geschaltet. Die Aktoren bilden die robuste Verbindung zwischen der digitalen Softwareplattform und der elektrischen Anlage.
Die übergeordnete Geschäftslogik wurde bewusst nicht vollständig in der klassischen KNX-Programmierung abgebildet. Dadurch bleibt das System flexibler und kann einfacher an neue Funktionen, Zahlungsmodelle oder Abläufe angepasst werden.
Die Kommunikation mit dem KNX-System erfolgt über eine IP-basierte Anbindung. Mithilfe von XKNX kann die Software gezielt mit den entsprechenden Gruppenadressen kommunizieren und die einzelnen Anschlüsse freischalten oder deaktivieren.
Die Gesamtlösung kombiniert verschiedene Technologien:
Diese Aufteilung ermöglicht eine modulare, wartbare und langfristig erweiterbare Systemarchitektur.
Zahlung, Zuordnung, Freischaltung und Abschaltung erfolgen automatisch. Der Betreiber muss die Anschlüsse nicht einzeln vor Ort aktivieren oder Zählerstände manuell auslesen.
Jede Buchung wird dem entsprechenden Stellplatz zugeordnet und in der Datenbank dokumentiert. Zahlungen, Laufzeiten und Guthabenstände bleiben nachvollziehbar.
Gäste können den Stromanschluss selbstständig nutzen, ohne auf Öffnungszeiten oder die Anwesenheit von Personal angewiesen zu sein.
Das Buchungsjournal und die Statusberichte schaffen Transparenz über aktive Nutzungen, Zahlungen und Systemzustände.
Quittungen, Guthabenwarnungen und weitere Meldungen werden automatisch per E-Mail verschickt.
Die Software kann bei neuen Anforderungen um weitere Stellplätze, Benutzerrollen, Zahlungsmodelle, Auswertungen oder Schnittstellen ergänzt werden.
Da Elektrotechnik, KNX, Netzwerk, Software, Datenbank und Schnittstellen gemeinsam geplant wurden, konnten die verschiedenen Bestandteile sauber aufeinander abgestimmt werden.
Auch für die Nutzer der Stellplätze bietet das System einen klaren Mehrwert:
Der gesamte Prozess – von der Stellplatzauswahl bis zur Aktivierung des Stromanschlusses – wird in wenigen verständlichen Schritten durchgeführt.
Das Projekt umfasste nicht nur die Entwicklung der Software, sondern auch umfangreiche Arbeiten an der elektrischen und technischen Infrastruktur.
Zum realisierten Projektumfang gehörten:
Damit entstand eine durchgängige Lösung aus Elektrotechnik, Automation, IT und individueller Softwareentwicklung.
Der Gast gibt am zentralen Touchpanel die Nummer seines Stellplatzes ein. Das System prüft die Eingabe und öffnet die zugehörige Buchungsansicht.
Der gewünschte Betrag für die Stromnutzung wird direkt über die Bedienoberfläche ausgewählt beziehungsweise eingegeben.
Das System erstellt den entsprechenden Bezahlvorgang. Der Gast bezahlt den Betrag bequem über TWINT.
Die Software verarbeitet die Zahlungsbestätigung und ordnet sie eindeutig dem ausgewählten Stellplatz und der dazugehörigen Buchung zu.
Nach erfolgreicher Zahlung wird der entsprechende Ausgang über die KNX-Infrastruktur aktiviert. Der Stromanschluss steht unmittelbar zur Verfügung.
Der aktuelle Verbrauch wird fortlaufend erfasst und mit dem vorhandenen Guthaben verrechnet.
Bevor das Guthaben aufgebraucht ist, informiert das System den Gast automatisch per E-Mail.
Ist das Guthaben vollständig verbraucht, deaktiviert das System den Stromanschluss automatisch. Die Buchung bleibt im Journal nachvollziehbar gespeichert.
Das Projekt zeigt, wie sich klassische Elektroinstallationen mit individueller Softwareentwicklung und moderner Zahlungsabwicklung verbinden lassen.
Statt mehrere voneinander getrennte Systeme einzusetzen, wurden Bedienung, Zahlung, Datenhaltung, Verbrauchserfassung und elektrische Steuerung in einer gemeinsamen Lösung zusammengeführt.
Dadurch werden Medienbrüche vermieden und die Prozessschritte greifen direkt ineinander:
Stellplatz auswählen → Guthaben festlegen → bezahlen → Strom freischalten → Verbrauch erfassen → informieren → automatisch abschalten
Für den Betreiber entsteht damit eine zuverlässige und skalierbare Plattform, die den täglichen Betrieb vereinfacht und gleichzeitig eine transparente Nutzung der Stromanschlüsse ermöglicht.
Die für dieses Projekt entwickelte Architektur eignet sich nicht nur für eine einzelne Anlage mit 95 Stellplätzen.
Je nach Anforderungen können vergleichbare Lösungen auch für folgende Einsatzbereiche realisiert werden:
Die Lösung kann an bestehende oder neue Elektroverteilungen, Stromsäulen, Netzwerke und Bedienkonzepte angepasst werden.
Auch unterschiedliche Abrechnungsmodelle sind möglich, beispielsweise Guthaben, Zeitpakete, verbrauchsabhängige Abrechnung oder kombinierte Modelle.
Sie möchten Stromanschlüsse auf einem Wohnmobilstellplatz, Campingplatz oder Parkplatz automatisch freischalten und abrechnen?
Huber Solution GmbH entwickelt individuelle Stellplatzsysteme und verbindet Elektrotechnik, KNX, Netzwerktechnik, Webanwendungen, Datenbanken und digitale Zahlungslösungen zu einer funktionierenden Gesamtlösung.
Wir unterstützen Sie von der Analyse der bestehenden Infrastruktur über die Planung und Softwareentwicklung bis zur Installation, Integration und Inbetriebnahme.
Der Gast wählt seinen Stellplatz über ein Touchpanel oder eine Weboberfläche aus und bezahlt das gewünschte Guthaben. Nach erfolgreicher Zahlung aktiviert das System automatisch den zugehörigen Stromanschluss. Der laufende Verbrauch wird erfasst und mit dem vorhandenen Guthaben verrechnet.
Ja. Im realisierten Projekt wurde TWINT direkt in den Bezahl- und Freischaltungsprozess eingebunden. Abhängig von den Anforderungen können auch weitere Zahlungs- oder Buchungsmodelle geprüft werden.
Ja. Sobald das gekaufte Guthaben aufgebraucht ist, deaktiviert das System den zugeordneten Stromanschluss automatisch. Vorher kann eine Warnung per E-Mail versendet werden.
Das hängt vom Zustand, Aufbau und den vorhandenen Komponenten der Anlage ab. Bestehende Installationen können häufig erweitert oder mit neuen Aktoren, Messsystemen und Netzwerkkomponenten ergänzt werden. Vor der Umsetzung wird die Infrastruktur technisch geprüft.
Ja. Die Architektur kann an die Anzahl der Stellplätze und den gewünschten Funktionsumfang angepasst werden. Entscheidend sind die bestehende Elektroinstallation, die gewünschte Abrechnungsart und der geplante Bedienablauf.
Nein. Die Lösung ist für einen weitgehend automatisierten Self-Service-Betrieb ausgelegt. Gäste können bezahlen und den Anschluss selbstständig aktivieren. Der Betreiber behält über die Verwaltungsoberfläche und die Berichte den Überblick.
Ja. Buchungen, Zahlungen, Verbrauchswerte und Guthabenstände werden strukturiert gespeichert. Daraus können Buchungsjournale, Übersichten, Statusberichte und Exporte erstellt werden.
Im realisierten Projekt werden die Stromanschlüsse über KNX-Aktoren geschaltet. Je nach bestehender Anlage und Anforderungen können auch andere geeignete Steuerungs- und Kommunikationslösungen eingesetzt werden.
Ja. Die Lösung ist modular aufgebaut. Zusätzliche Stellplätze, Zahlungsmodelle, Benutzerrollen, Berichte, Schnittstellen oder weitere steuerbare Leistungen können projektspezifisch ergänzt werden.
Nein. Für Campingplätze und ähnliche Anlagen braucht es keine MID zertifizierten Zähler.